Profispieler Georg Klein ĂŒber Sommer, Sand und Volleyball! 🏐 – YAS.life

Profispieler Georg Klein ĂŒber Sommer, Sand und Volleyball! 🏐

Lesezeit: 3 Minuten

Interview volleyball

Profispieler Georg Klein ĂŒber Sommer, Sand und Volleyball! 🏐

Wie ist das eigentlich, Volleyball Profi zu sein und was hĂ€lt man als Berufsvolleyballer von der „Beach”-Variante? Wir haben mal bei einem echten Profi nachgefragt: Georg Klein (26), ist Mittelblocker bei den BR Volleys und Spieler der Deutschen Nationalmannschaft. Seinen grĂ¶ĂŸten Titel feierte er kĂŒrzlich mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Der Mann mit der Nummer 7 gilt als absolut mannschaftsdienlich und spornt sein Team auch in schwierigen Phasen eines Matches immer wieder an. Finden wir richtig klasse! Wir haben bei Georg mal nachgefragt, was Volleyball fĂŒr ihn ausmacht und vor allem, welche Tipps er fĂŒr Dich als Volleyball-Interessierten parat hat…

Hey Georg, wie bist Du zur Sportart Volleyball gekommen und wie hast Du den Einstieg ins professionelle Training gefunden?

Als ich mit der Schulklasse beim Schwimmen war – ich muss da um die 8 Jahre gewesen sein – bin ich einem Volleyballtrainer bei der Talentsichtung aufgrund meiner GrĂ¶ĂŸe aufgefallen. Er lud mich zum Probetraining ein und ich war sofort heiß darauf, mehr Volleyball zu spielen.
Im Jugendalter wurde ich dann in die Sachsenauswahl berufen und schaffte schließlich auch den Sprung in die Juniorennationalmannschaft. Und mit 19 Jahren dann, unterschrieb ich meinen ersten Profivertrag


Wow, das ist echt beeindruckend! Und sag mal, wie sieht so ein ganz normaler Trainingstag wÀhrend der Saison bei Dir aus?

FĂŒr gewöhnlich starten wir um 10 Uhr mit einem 90-minĂŒtigem Kraft & Koordinations-Workout. Anschließend heißt es aktive Regeneration im Spa-Bereich des Fitness-Studios. In der Mittagspause muss ich wieder auftanken. Ich köchel‘ zwar gern selbst etwas, aber die Wege quer durch Berlin zurĂŒck zur heimischen KĂŒche, um danach gleich wieder zum nĂ€chsten Training zu fahren, sind einfach zu lang.
So fĂ€llt die Wahl auf die umliegenden Restaurants. Um 16 Uhr geht’s wieder in die Sporthalle und es warten 2,5 Stunden Balltraining auf unser Team. Komplette Ruhetage gibt es abhĂ€ngig von den SpielplĂ€nen gelegentlich sonntags nach einem Match.

A propos Match: Noch mal GlĂŒckwunsch zum Deutschen Meistertitel mit den BR Volleys! Du hast  ja jetzt erstmal Sommerpause: Spielst Du auch Beachvolleyball?

JA, auf jeden Fall! Ich treffe mich jetzt wieder regelmĂ€ĂŸig mit einigen Volleyballkollegen im „Beach Mitte”. Spaß steht dabei an erster Stelle und es ist zudem ein super Ausgleich. Außerhalb der Spielsaison freut sich mein Körper ĂŒber gelenkschonendere Belastungen als in der Halle und ich verliere dabei nicht den „Touch“ (Georg meint das BallgefĂŒhl), was mein Trainer natĂŒrlich begrĂŒĂŸt 😉

Wie kann die Fitness durch „Baggern-Pritschen-Schlagen im Sand“ verbessert werden?

Beachvolleyball ist ein vielseitiges Konditions- und Koordinationstraining. Die zahlreichen kleinen Richtungswechsel fordern vor Allem Deine Beine sowie die tiefer liegende Muskulatur. Bewegungen im tiefen Sand fallen Dir schwerer als auf festem Boden, was Deiner Sprungkraftentwicklung zu Gute kommt. Auch die Fußmuskeln und Sprunggelenke werden vom Barfußtraining auf unebenem Grund gestĂ€rkt.

In den Sommermonaten werden Beachvolleyball-Camps angeboten und auf den BeachvolleyplĂ€tzen an StrĂ€nden, aber auch in den GroßstĂ€dten ist es rappelvoll. Was macht in Deinen Augen dieses Spiel so beliebt fĂŒr Freizeitsportler?

Der Frischluftfaktor ist ein wesentlicher Pluspunkt. Wer möchte bei herrlichem Wetter schon in stickigen Turnhallen oder Studios aktiv sein. Des Weiteren macht es derart Laune, weil es so unkompliziert ist. Du kannst es mit weniger oder mehreren Freunden spielen, 2:2, 3:3, 4:4…
Im Vergleich zu normalen Volleyball, ist es relativ einfach. Gleichzeitig hat jeder Mitspieler viele Ballkontakte, also jede Menge Action und Spaß!

Was sind Deine wichtigsten Basic-Moves fĂŒr Beachvolleyball-Einsteiger?

Der Spaß beim Beachen beginnt mit dem Spielfluss. Annehmen und sicheres Zuspielen sind das A & O. Einsteiger konzentrieren sich also zunĂ€chst auf Baggern und Pritschen um den Ball im Spiel zu halten. Einfacher ist es, wenn 4 Spieler pro Mannschaft auf dem Feld sind: Denn das bedeutet kurze Laufwege, weniger anstrengend und Du hast genĂŒgend “Puste” um Dich auf eine saubere Ballkontrolle zu fokussieren.

Was sind Deine Tipps um die Beachvolleyball-Skills fĂŒr Freizeitsportler zu optimieren?

Dies ist abhĂ€ngig vom Spielertyp. Große Spieler können Ihre Vorteile im Block- und Angriffsspiel nutzen. Kleine Spieler setzen besser auf Ihre AbwehrstĂ€rken, in dem sie scheinbar unmögliche BĂ€lle noch „ausgraben“.

Eine letzte Frage: Beachvolleyball ist kein Trendsport mehr und lange schon professionalisiert. Hast Du als Berufsvolleyballer jemals damit geliebÀugelt, Deine Karriere in das Sandfeld zu verlagern (also Beachvolleyball professionell zu spielen)?

Mit 14-15 Jahren stand ich bereits vor dieser Entscheidung und habe mich fĂŒr eine Profikarriere als Volleyballer entschieden. Auch aktuell möchte ich nicht tauschen. Nach meiner Volleyball-Laufbahn wĂ€re ich aber keineswegs abgeneigt, noch ein, zwei Jahre auf hohem Niveau im Sand dranzuhĂ€ngen.

Vielen Dank, Georg!

Du bist neugierig geworden und wĂŒrdest den 2-Meter-Riesen Georg Klein gern einmal in Action und vor großer Kulisse live erleben? Dann guck doch mal auf Facebook oder Twitter vorbei: Da gibt es regelmĂ€ĂŸig eine große Portion ‚Georg Klein‘ und Du findest auch die Spieltermine seiner BR Volleys in der Max-Schmeling-Halle.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Autor: Matthias Jaworski
Bildquelle: Georg Klein

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