Fitness tracker leben retten
Fitness tracker leben retten

Fitness-Tracker: Fitbit und Apple Watch können Leben retten

Seit der Einführung von Fitness-Trackern scheiden sich an ihnen die Geister. Viele Sportler schwören auf die digitalen Armbänder und betonen die vielen Vorteile. Die eigene Fitness tracken kann demnach ein Training noch effektiver machen.
Herzfrequenz, GPS Standorte und Aktivitätstracking gehören zu den Kernfeatures eines Fitness-Trackers. Kritiker sehen eine Gesundheitsdiktatur, bei der Menschen auf quantifizierbare Daten minimiert werden und emotionale Aspekte unbeachtet bleiben.
Egal wie kritisch man Fitness-Tracker auch immer sieht, die drei folgenden Personen werden ihre Wearables wohl nie wieder ausziehen – immerhin haben sie ihnen ihr Leben zu verdanken.

Drei Geschichten, wie der Fitness-Tracker zum Gesundheitstracker wird und dabei Leben retten kann.

Das Fitbit Charge HR als Aassistent des Arztes

Da wäre zunächst einmal die dramatische Geschichte eines 42-jährigen Mannes aus New Jersey, USA. Dieser erlitt im März 2018 einen Krampfanfall und wurde mit Vorhofflimmern in das örtliche Krankenhaus eingeliefert. Die Ärzte sahen als geeigneteste Behandlungsmethode eine elektrische Kardioversion. Also das Verabreichen von schwachen elektrischen Schocks mittels eines Defibrillators. Allerdings ist eine solche Maßnahme nur möglich, wenn das Vorhofflimmern nicht länger als 48h vorherrscht. Andernfalls kann es bei einem solchen Eingriff zu einem Herzinfarkt kommen.

Fitbit als Gesundheitstracker

Dank der Aufzeichnungen seines Fitbit Charge HR hatten die Ärzte Einblick über die Herzfrequenz der letzten Stunden und Tage und konnten so feststellen, dass sie die geplante Maßnahme durchführen können. Die Möglichkeit für die Ärzte, schnell und mit Gewissheit handeln zu können, rettete dem Mann vermutlich das Leben, wie aus dem Report der Ärzte hervorging. Die Herzfrequenzmessung über den eingebauten Herzfrequenzsensor war für die Behandlung essenziell.
Dieser Fall markiert das erste Mal in der Geschichte der Medizin, dass die Gesundheitsdaten eines Fitness-Trackers gezielt genutzt wurden, um in einer spezifischen medizinischen Entscheidungssituation Klarheit zu schaffen.

Fitbit Charge HR als Einsteigermodell

Die Fit Charge hat viele Vorteile, die für den Einstieg sehr nützlich sein können. Es gibt eine dauerhafte Pulsüberwachung, der Tracker sitzt leicht und komfortabel am Handgelenk und zeigt sogar eingehende Anrufe. Zusammen mit dem Fitness Fortschritt gibt es auch eine Schlafüberwachung, die mit einer Schlafanalyse Deine Schlafqualität misst. Allerdings ist der Fitness-Tracker nicht wasserdicht, das heißt für das Schwimmtraining ist die Fit Charge HR nicht geeignet. Trotzdem bietet der Tracker einen breiten Funktionsumfang, welcher den Einstieg erleichtern wird.

Die Apple Watch als medizinischer Ratgeber

Ein ähnlicher Fall ereignete sich nur wenige Tage später in England, als sich ein 62-jähriger Bauarbeiter nach der Mittagspause schlecht fühlte und eigentlich nach Hause fahren wollte, um sich ein wenig auszuruhen. Diesen Plan änderte er schnell, als er auf seine Apple Watch blickte, die ihm zeigte, dass er einen doppelt so hohen Puls wie gewöhnlich hatte. Er rief also einen Krankenwagen, der ihn unverzüglich in das nächstgelegene Krankenhaus brachte. Dort angekommen, konnten die Ärzte feststellen, dass eine verstopfte Arterie für seine Übelkeit und den rasenden Puls verantwortlich war. Die Verstopfung konnte gelöst und sein Leben gerettet werden. In den Auswertungen hatte man später festgestellt, dass er vermutlich gestorben wäre, wenn er sich einfach schlafen gelegt hätte und nicht ins Krankenhaus gekommen wäre. Die Apple Watch hat demnach sein Leben gerettet.

Das Fitbit Surge als Früh-Warnsystem

Ein weiteres Mal, dass ein Fitness-Tracker das Leben seines Trägers rettete, war im Januar 2018 in Ormskirk, Großbritannien. Auch hier musste eine 18-jährige Studentin ein plötzliches Ansteigen ihres Pulses von 84 auf 210 Herzschläge pro Minute feststellen. Zum Glück konnte sie diesen Anstieg mit ihrer Fitbit Surge beobachten und rechtzeitig den Krankenwagen zu Hilfe rufen. Im Krankenhaus stellte man dann fest, dass ihre Herzklappen nicht nacheinander, sondern simultan schlugen, was den Puls in die Höhe trieb. Die Ärzte verabreichten ihr Medikamente, die den Puls verlangsamten, sodass ihr weitere Konsequenzen erspart blieben.

Starte jetzt
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