Wir empfehlen: M-sense. Die App gegen Migräne | YAS.life

Wir empfehlen: M-sense.

Du willst Dich endlich von Deinen Migräneanfälle verabschieden? Die App von unserem Gesundheitspartner M-sense hilft Dir dabei, die Auslöser für Kopfschmerzattacken zu erkennen und ihnen vorzubeugen.
Und so hilft M-sense: Zunächst werden mit dem M-sense Tagebuch Einflussfaktoren, Attacken und Medikamente dokumentiert. So kann M-sense im zweiten Schritt die ganz individuellen Auslöser von Migräneattacken analysieren und Dir einen auf Dich zugeschnittenen Therapieplan vorschlagen.



YAS Gesundheitspartner M-sense

Das M-sense Gründerteam: Stefan, Simon, Martin und Markus (v.l.n.r.)

Interview mit dem Mitgründer Dr. Markus Dahlem

 

Hallo Markus! Du bist nicht nur Co-founder der Migräne-App M-sense, sondern auch theoretischer Physiker. Wie bist Du zum Thema Migräne gekommen?

Physik ist ja eine grundlegende Wissenschaft: Mein ursprüngliches Interesse galt der Entdeckung elementarer Konzepte –  zum Beispiel der menschlichen Gehirnaktivität. Da kam ich fast zwangsläufig zur Migräneforschung: So unangenehm Migräne für den Erkrankten ist, so faszinierend ist die Krankheit aus Sicht eines Forschers.

Wer selbst niemanden mit Migräne kennt, geht oft davon aus, dass Migräne “irgendwie was mit schlimmen Kopfschmerzen” zu tun hat. Tatsächlich ist Migräne aber ziemlich komplex in ihren Symptomen, oder?

Migräne ist viel mehr als ein bloßer Kopfschmerz. Zu Beginn der Migräneattacken keimt in der Großhirnrinde spontan eine massive Übererregung auf und wandert dann in charakteristischer Weise durch die Hirnwindungen. Diese Migränewelle stößt dabei auch entzündliche Prozesse in den Hirnhäuten an, die den typischen Kopfschmerz verursachen.
Allerdings sind selbst außerhalb der Attacken neuronale Prozesse verändert. Gehirnzellen von Migränepatienten reagieren schneller und gewöhnen sich nicht so schnell an wiederkehrende Reize. Diese besonderen Eigenschaften der Gehirnzellen werden gerne vereinfacht auf den Menschen übertragen. Demnach denken Migräniker schneller und nehmen mehr wahr – in einer Leistungsgesellschaft gilt das ja als etwas Positives. Ganz so einfach kann man jedoch nicht von der Gehirnzelle auf den Menschen schließen. Als gesichert gilt aber, dass das Migränegehirn besonders empfindlich auf Veränderungen reagiert.

Du sprichst manchmal vom Begriff der “Aura”: Was ist damit gemeint?

Die Aura ist eine direkte Folge der Migränewelle, eine Art Halluzination zu Beginn der Attacken. Meist wissen Betroffene selbst, dass es sich nicht um eine reale Wahrnehmung handelt.
Zum Beispiel erscheint im Gesichtsfeld eine gezackte Figur, die sich kaleidoskopartig verdreht, kurz darauf marschiert ein unsichtbares Heer Ameisen vom Arm über die Hand zu den Fingerspitzen, von dort springen die unsichtbaren Ameisen dann scheinbar direkt auf die Lippe und marschieren weiter in den Mund. Andere haben das Gefühl, Körperteile ändern ihre Proportionen. Oder sie reden seltsame Wörter, die niemand versteht. Der ganze Spuk ist meist nach einer Stunde vorbei und der Kopfschmerz beginnt.
Den Betroffenen macht die Aura natürlich ungeheure Angst. Meistens schätzen Patienten die Erforschung der Aura besonders: Es befreit sie von der Angst, verrückt zu werden, denn das Erlebte kann sehr unheimlich sein.

Warum ist gerade eine App die richtige Antwort auf ein solch komplexes Phänomen?

 Die organischen Ursachen der Migräne beruhen auf komplexen Zusammenhängen und führen deswegen zu einem äußerst vielfältigen Erscheinungsbild. Wir haben zum Glück ebenso vielfältige Behandlungsansätze. Unser Ziel ist es, mit M-sense hier Ordnung zu schaffen und mit einer Therapie begleitenden Diagnostik die individuellen Erscheinungsbilder zu erfassen und in unterschiedlichen Behandlungspfaden zu strukturieren. Was hilft welcher Patientin am besten? Mithilfe von M-sense können wir diese Frage nicht nur beantworten, sondern in vielen Fällen sogar selbst vorbeugende nicht-medikamentöse Therapiemethoden In-App anbieten, wie eine progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Außerdem können wir Therapielücken in der Versorgung der Migränepatienten identifizieren und mit eigener Forschung Strategien entwickeln, um diese zu schließen.

Der App User wird aufgefordert, über 60 Tage eine Art Tagebuch zu seinen Symptomen zu führen, dann gibt es eine Diagnose zu den Kopfschmerz Episoden. Warum gerade 60 Tage?

M-sense kann momentan Auslöser für Attacken nur sicher identifizieren, wenn mindestens sieben Tage zwischen zwei Attacken liegen. Diese sieben Tage unterteilen sich in drei für die Analyse wichtige Zeiträume: Erstens die Vorbotenphase, das sind die drei Tage vor der Attacke. Davor liegt ein Vergleichszeitraum von ebenfalls drei Tagen. Drittens ein Tag zusätzlicher Abstand zu der davor liegenden Attacke –  denn Attacken folgt eine Rückbildungsphase, in der man eventuell nicht oder kaum beeinflussbar ist. Daher sollte dieser Tag nicht zum Vergleich herangezogen werden.
Die Analyse benötigt leider diese längeren Phasen, die attackenfrei sind, sonst kann es zu Fehldiagnosen kommen. Wir können aber auf den schon gewonnen Erkenntnissen aufbauen und arbeiten bereits an besseren Analysen, um den Analysezeitraum zwischen Attacken zu verkürzen.

 


 

Über M-sense

Die Analysesoftware von M-sense untersucht die Auswirkungen von Umweltfaktoren und individuellem Lebensstil auf Migräne- und Kopfschmerz-Attacken. Wetterdaten werden automatisiert erfasst und Betroffene haben die Möglichkeit, weitere relevante Faktoren, wie z.B. Schlafmuster, Aktivitätslevel und Stressphasen, in der Software zu dokumentieren und deren Einfluss auf Migräne und Kopfschmerz zu verstehen. Ziel der Anwendung ist es, über die Analyse des individuellen Schmerzmusters eine personalisierte Therapie zur Attackenreduktion anzubieten. M-sense bietet dazu klinisch validierte Therapiemethoden in der App an und ermöglicht Betroffenen proaktiv gegen Kopfschmerz vorzugehen. Die App ist in Deutschland für Android seit September 2016 und für iOS seit Juni 2017 erhältlich.

 

 


 

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