Sicher Fahrrad fahren
Wichtige Tipps zum Fahrrad fahren im Winter
Unsere heutige Zeit ist geprägt von einem rasanten Fortschritt. Technisch sind wir mobiler denn je. Das ist eigentlich wunderbar bequem. Doch auf der anderen Seite geht dies eins zu eins mit einem Verlust körperlicher Mobilität einher. Und jeder weiß es: Bewegung ist enorm wichtig für Vitalität und Wohlbefinden! Die gut 200-jährige Erfolgsstory des Fahrrads ist ein Paradebeispiel, wie es gelingen kann, ein Mindestmaß an Aktivität zur Gesunderhaltung dauerhaft und praktikabel in den Alltag zu bringen und obendrein umweltbewusst unterwegs zu sein: Zur Arbeit radeln, einkaufen mit Rad, eine Radwanderung am Wochenende. Nun ja, was auf dem Papier so einfach klingt, wirkt in der Realität dann doch mitunter etwas hinderlich. Vielleicht kennst Du das? Volle, hektische Straßen, fehlende Radwege und diese neuen Elektrotretroller geben uns nicht das Gefühl, als Radfahrer richtig erwünscht sein. Wenn dann auch noch Herbst und Winter mit wenig optimalen Leucht- und Witterungsverhältnissen naht, bleibt der Drahtesel doch ganz schnell im Keller geparkt. Wir zeigen Dir, wie Du widrigen Bedingungen die Stirn bietest und sicher in der kalten Jahreszeit in die Pedalen trittst.

Radfahren im Herbst und Winter – 7 wichtige Tipps

Wir von YAS sagen ganz klar JA zum Radfahren - auch im Winter. Das Radeln bei Laub, Regennässe oder Schnee verlangt aber neben den üblichen Regeln zur Verkehrssicherheit, ein besonders umsichtiges Fahrverhalten. Soll das Fahrrad auch jetzt Dein Verkehrsmittel Nummer 1 sein, steht die Sicherheit klar im Fokus.

1. Gute Beleuchtung

Sehen und gesehen werden ist in der dunklen Jahreszeit natürlich das A und O. Ob Lampe mit Nabendynamo oder Steckleuchte ist eigentlich egal. Notwendig sind ein weißer Frontscheinwerfer sowie ein rotes Rücklicht. Bei Stecklampen achte stets darauf, dass diese voll geladen sind und dass sie das Prüfzeichen des Kraftfahrbundesamtes aufweisen. Ebenfalls verpflichtend sind Reflektoren seitlich, vorn und hinten. Hilfreich für Deine Sichtbarkeit im Verkehr, aber nicht vorgeschrieben sind Standlichtanlagen, helle Kleidung und Reflexstreifen an Taschen etc.

2. Tempo drosseln

Auch die Fahrweise gilt es auf Radweg oder Straße anzupassen. Das heißt im Winter vor allem langsamer fahren und in Kurven wegen schlechter Haftung nicht bremsen. Auf sehr glattem Untergrund Lenkbewegungen vermeiden und ohne bremsen ausrollen. Hektik ist kein guter Begleiter. Deshalb unser Tipp: Bei ungemütlichen Bedingungen strampelst Du besser etwas früher los!

3. Aufmerksam fahren

Du hast Dich sicher auch schon mal dabei ertappt, dass die Gedanken beim Radeln völlig abschweifen. Die nicht ganz einfachen Umweltbedingungen in dieser Jahreszeit erfordern auch Konzentration im Sattel.. Aufmerksam Radfahren heißt, den Straßenverkehr bewusst wahrzunehmen. Das ist der Garant für eine schnelle Reaktionsfähigkeit.

4. Reifendruck verringern

Ein praller Reifen macht das Fahrrad schnell, denn der Rollwiderstand ist gering. Jetzt aber sollte tendenziell etwas Luftdruck abgelassen werden, denn dies sorgt hingegen für besseren Halt auf rutschigen Straßen. Wer Radfahren auch im Winter als Sport betreibt, kann es den Autofahrern gleich tun und fahrradspezifische Winterreifen mit Spikes aufziehen.

5. Wintercheck für das Rad

Quiiiieetsch….Sind Deine Bremsklötze auch bei Feuchtigkeit noch ordentlich griffig? Wenn Du ein versierter Fahrradbastler bist, checkst Du besser vor der Wintersaison Bremsen, Schaltung, Laufräder & Co. Andernfalls bieten die meisten Fahrradläden eine saisonale Wartung zwischen fairen 30 bis 40 Euro an.

6. Sattel etwas tiefer

Straßennässe, rutschiger Untergrund - Wenn es Dir zu wacklig auf rutschigem Terrain wird, ist es vorteilhaft, im Ernstfall schnell die Füße auf den Boden zu bekommen. Das geht mit niedrigerem Sattel natürlich etwas flotter. Also im Winter ruhig mal ein wenig von der optimalen Sitzhöhe zugunsten der Sicherheit nach unten schrauben.

7. Helm auf

Nicht jedem sagt das optische Erscheinungsbild des Fahrradhelms 100% zu. Im Falle eines Verkehrsunfalls überzeugt dieser aber voll und ganz als Schutzengel vor schwerwiegenden Kopfverletzungen. Voraussetzung: Dein Helm hat die optimale Passform. Weitere Pluspunkte für Helmträger sind die verbesserte Sichtbarkeit des Radfahrers und mitunter kann dieser auch als praktischer Regenschutz durchgehen. Bitte nicht verleiten lassen: Trotz schützendem Helm auf dem Haupt, gilt es weiterhin rücksichtsvoll und vorsichtig zu fahren.

Die richtige Fahrradbekleidung

Alte Sportlerweisheit: Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur falsche Kleidung. Möchtest Du Kälte, Nässe und Wind auf dem Rad trotzen, empfehlen wir Dir zunächst mal auf die Wettervorhersage zu schauen, um Dich für den wirklichen Bedarf präparieren zu können. Grundsätzlich ist es ratsam, auf mehrere Bekleidungsschichten - das sogenannte Zwiebelprinzip - zu setzen, um dem Wärmestau und einer Auskühlung vorzubeugen.
  1. Schicht: transportiert den Schweiß ab. Hierfür eignet sich Funktionsunterwäsche.
  2. Schicht: Die “Zwiebelhaut” (kann wiederum aus mehreren Schichten bestehen) isoliert und hält Dich warm, beispielsweise durch ein Radtrikot und ein Langarmshirt.
  3. Äußere Lage: Sie ist der eigentlich Wetterschutz, insbesondere wasserabweisend (z. B. Softshell-Jacke).
  4. Kopfbedeckung: Den Kopf schützt Du vor dem Fahrtwind am Besten mit einer winddichten Unterziehmütze oder einem Helmüberzug.
  5. Schuhwerk: Rutschfeste Trekkingschuhe, Stiefel oder bei sehr niedrigen Temperaturen auch wasserdichte Radüberschuhe, sowie ein paar winddichte Handschuhe runden Dein wintertaugliches Radoutfit ab.

Ist Radfahren im Winter gesund?

Klare Antwort: JA! Wenn trockene Heizungsluft und wenig Bewegung an der frischen Luft unseren Abwehrkräften zu schaffen machen und das bisschen Sonnenlicht den Winterblues provozieren möchten, gilt es sich erst recht aufzuraffen und jede Gelegenheit zu körperlicher Aktivität im Freien wie dem Radfahren zu nutzen! Radfahren ist eine klassische Ausdauersportart und punktet natürlich auch im Winter mit den Vorzügen für Herz-Kreislaufsystem und Stoffwechsel bei gleichzeitig geringer Gelenkbelastung. Natürlich sind dem Ganzen auch Grenzen gesetzt: Schnee- und Eisglätte lassen den gesundheitlichen Nutzen des Radfahrens gegenüber dem einer Sturzgefahr im Straßenverkehr wohl doch eher unverhältnismäßig erscheinen.

Atmung beim Fahrradfahren

Wie atmest Du, wenn Du Dich ordentlich auspowerst? Sehr wahrscheinlich mit tiefen Zügen durch den Mund, um genügend Sauerstoff gen Beinmuskeln nachliefern zu können. Gerade aber wenn man leicht empfindliche Bronchien hat (wie z. B. Asthmatiker), ist es immer besser, die kalte Luft im Winter mittels Nasenatmung etwas vorzuwärmen. Denn das verärgert die Bronchien weniger. Deshalb lautet die Empfehlung: Je niedriger die Außentemperatur, desto ruhiger solltest Du radeln.
Na, Lust auf die Wintersaison mit dem Rad bekommen? Unsere Freunde von MELON Helmets und FAHRRAD.DE helfen Dir zusätzlich sicher durch die kalte Jahreszeit zu radeln. Sei aktiv, sammle YAS-Punkte und löse diese beispielsweise für einen coolen Fahrradhelm ein.

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