Sportverletzungen vermeiden: Prävention, Symptome und Behandlung

Kennst Du das? Du bist voller Energie und Motivation dabei, Deinem Lieblingssport nachzugehen. Und dann passiert es wie aus heiterem Himmel: Ein Ziehen, ein Krampfen, ein plötzliches Stechen. Das kann doch nicht wahr sein. Warum musste gerade ich mich verletzen? Du bist nicht allein - Nicht weniger als jährlich 2 Mio. Sportler verletzen sich hierzulande. Und das liegt nicht am Trend zu mehr Risikosportarten sondern eher an hausgemachten Problemen wie Überforderung, zu wenig Pausen oder fehlendem Warm-Up. YAS.life verrät Dir, welche Vorsichtsmaßnahmen Du im Training oder Wettkampf besser beachten solltest, um Sportverletzungen zu vermeiden.

Was ist eine Sportverletzung?

Als Sportverletzungen werden gemeinhin alle Verletzungen bezeichnet, die man sich bei der Ausübung von Freizeit- oder leistungssportlichen Aktivitäten zuziehen kann. Häufige Sportverletzungen sind Prellungen und Verstauchungen, Knochenbrüche sowie Verletzungen des Muskel-, Sehnen- und Bandapparates wie beispielsweise eine Muskelzerrung. Die verschiedenen Sportarten weisen unterschiedliche Verletzungsrisiken auf. Beispielsweise sind beim Handball Sprunggelenk, Knie und Handgelenk die TOP 3 gefährdetsten Körperregionen.Knie Verletzung beim Sport Manchmal handelt es sich um akute Sportverletzungen durch Unfälle. Ein Beispiel: Vielleicht hattest Du auch schon mal einen solchen Schreckmoment? Beim Joggen durch den Wald hast Du die Wurzel unter den Blättern nicht bemerkt und bist plötzlich umgeknickt, AUTSCH! Die Folge war eine schmerzhafte Bänderdehnung des Sprunggelenks. Chronische Sportverletzungen entwickeln sich hingegen bei mehrmaliger Überbelastung oder wenn akute Verletzungen nicht richtig ausgeheilt sind. Wir bleiben beim vertretenen Fuß: Häufiges Umknicken und falsche Beanspruchung kann später zu dauerhaft instabilen Außenbändern des Sprunggelenks führen.

Es ist Handball-WM – Wie „safe“ sind die Profis?

Aktuell steht die Handball-WM (10.01.-27.01.2019) in Deutschland & Dänemark vor der Tür. Volle Hallen und Millionen Zuschauer fiebern dann wieder mit ihren Teams. Handball ist absolut beliebt und das nicht nur während Welt- und Europameisterschaften. Der Deutsche Handballbund (DHB) zählt momentan gut eine ¾ Million Mitglieder, Tendenz steigend. Das Thema Sportverletzungen wird im Rahmen dieses großen Events allerdings auch wieder seine Bedeutung für die aktiven Spieler haben. Studien zeigen, dass beinahe 80 % der Handball-Bundesliga-Profis im Laufe einer Saison - in der sensationelle 50.000 Würfe zusammenkommen - eine Verletzung erleiden (Verwaltungs-Berufsgenossenschaft, 2017). Sprinten, abspringen, landen, abstoppen, Richtungswechsel und Duelle – Keine Langeweile, denn hin und her geht’s bei dieser rasanten Hallensportart. Aber hättest Du gedacht, dass ein Profi innerhalb eines Spieles 6 km zurücklegt und 60 pfeilschnelle Antritte absolviert? Nicht verwunderlich, dass Ermüdung deshalb einen zentralen Risikofaktor darstellt. Die meisten Verletzungen ereignen sich in den letzten zehn Minuten der jeweiligen Halbzeit. Prävention statt Schmerzen rückt immer mehr in den Fokus. Die Teams bekommen dabei professionelle Unterstützung von einem Netzwerk aus Ärzten, Physiotherapeuten und Athletiktrainern. 
Übrigens, bei uns bekommst Du 5 YAS-Punkte für die manuelle Aktivität Handball. Natürlich kannst Du auch Dein komplettes Handball-Spiel automatisch tracken. Schaffst Du vielleicht sogar mehr als die pfeilschnellen und energiegeladenen 3.000 Schritte der Profis pro Spiel?

Sportverletzungen vermeiden

Eine Massage zur Mittagspause wäre klasse, aber die Möglichkeiten der Profis stehen uns Hobbysportlern bekanntlich nicht zur Seite. Dennoch kannst Du auch in eigener Regie eine Menge tun, um lästige Sportverletzungen vorzubeugen.

Unsere wichtigsten Tipps lauten:

  • Mache einen Sportcheck beim Doc, um Risiken im Vorfeld auszuschließen.
  • Stimme Dich zu Beginn mit einem passenden Aufwärmprogramm (z.B. dynamisches Dehnen) ein und bereite Deinen Körper auf die geplante Beanspruchung vor.
  • Lasse Dein Workout mit einem entspannten Cool-Down ausklingen.
  • Steigere Dein Trainingspensum allmählich und Deinem Leistungsstand entsprechend.
  • Gönne Dir ausreichend Pausen zur Regeneration nach dem Sport.
  • Beachte die Umgebungsbedingungen Deiner Sportart (z.B. Bodenbelag).
  • Nutze Protektoren oder andere Schutzkleidung.
  • Absolviere ein regelmäßiges funktionelles Krafttraining.
  • Kenne Deine Grenzen, achte auf Signale Deines Körpers und ignoriere keine Schmerzen.
  • Suche bei dauerhaften Beschwerden immer einen Arzt auf.

Mitunter ist bei kleineren Wehwehchen nicht immer gleich der Gang zum Doc erforderlich. Dann reicht es vielleicht einfach mal eine entsprechende Pause einzulegen bzw. unterstützende Maßnahmen wie das Taping zu nutzen, um die Selbstheilungskräfte Deines Körpers zu aktivieren.

Sportverletzung behandeln – PECH gehabt!

Wenn Du Dir beim Sport nun doch einmal unglücklicherweise Arme oder Beine verletzen solltest, denke bitte an die PECH-Regel. PECH bedeutet: Pause, Eis, Compression, Hochlagern. Diese Regel hilft in vielen Fällen, die Situation in den Griff zu bekommen. Mit anderen Worten: Glück im Unglück, wenn Du PECH hast! Natürlich raten wir Dir je nach Verletzung, den Arzt zu rufen oder anschließend selbst aufzusuchen, um eine professionelle Einschätzung und Versorgung zu bekommen. Schließlich willst Du schnellstens wieder auf den Beinen sein und Deinem Lieblingssport frönen, oder?Röngenbild einer Hand - Sportverletzungen vorbeugen
Das richtige Maß Bewegung ist ein Schlüsselfaktor damit Sportverletzungen schnell ausheilen. Hast Du eine physiotherapeutische Behandlung verschrieben bekommen?  Dann endet Dein Programm keineswegs auf der bequemen Behandlungsliege. Frage doch mal Deinen Physiotherapeuten, welche Übungen Du als Hausaufgabe mitnehmen kannst und in welcher Dosis Du diese absolvieren solltest. Mitunter ist auch ein Alternativ-Training sinnvoll. Beispielsweise kann bei Kniebeschwerden das gewohnte Lauftraining durch Aquajogging ersetzt werden. Dein Kniegelenk wird schonend beansprucht und Dein Herzkreislauf-System weiterhin in Schwung gehalten. Du ahnst es sicher, der Wiedereinstieg ins normale Training setzt eine vollständige Genesung voraus. Zudem gilt es die Vorgaben des Arztes bzw. Physiotherapeuten hinsichtlich Kraft und Beweglichkeit wieder zu erfüllen. Nun kannst Du Dich schrittweise an das gewohnte Sportpensum annähern. Ein sinnvolles Maß bedeutet dabei, Deine koordinativen Fähigkeiten (z.B. Gleichgewicht) sowie Kraft und Ausdauer wieder allmählich mit Deiner Sportart in Einklang zu bringen. Ebenfalls gut zu wissen ist, was Deine Verletzung hervorgerufen hat: War es vielleicht die falsche Technik – Dann ist jetzt der ideale Zeitpunkt die Bewegungsabläufe noch besser zu schulen.

Mentaltraining bei Sportverletzungen?

Logisch, dass eine Sportverletzung auch schon mal auf’s Gemüt drücken kann. Aber auch Deine Psyche ist ein wichtiger Faktor für den Heilprozess. Du ahnst es sicher: Positive Gedanken haben einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit. Versuche Deine Verletzung zu akzeptieren und zu verstehen, um zukünftig ohne Beschwerden aktiv zu sein. Sieh die Situation als Herausforderung, in der Du es in der Hand hast, wieder fit zu werden!

Sportverletzung: JA zu Sport & NEIN zu Verletzung!

Höre nicht auf Unkenrufe, wie gefährlich Sport doch sei: Denn, der Nutzen von Sport für Deine Gesundheit und Dein Wohlbefinden ist vielfach durch Studien belegt und übersteigt die genannten Verletzungsrisiken bei Weitem! Natürlich leuchtet Dir ein, dass Walking etwas weniger verletzungsanfällig als Rugbyspielen daherkommt. Aber nicht selten sind es Teamsportarten wie Handball & Co, die die Motivationsskala nach oben treiben und eine Menge Spaß bringen. Insgesamt lassen sich Sportverletzungen gut vorbeugen. Bei Gelegenheitssportlern ist das Risiko meist bedingt durch etwas Unerfahrenheit gepaart mit einer großen Portion Ehrgeiz. Solltest Du also eine neue Sportart ausprobieren oder Deinen Sport nur ab und zu aktiv betreiben, lass es doch besser ruhig angehen! Hat es Dich tatsächlich einmal erwischt, blicke positiv nach vorn und versuche aus dieser Verletzung zu lernen, um zukünftig besser geschützt zu sein.

Kempa Challenge zur Handball WM

Zurück zum Challenge Spaß bei YAS: Die Handball WM steht vor der Tür und passend dazu verlosen wir bei unserer Kempa Challenge im Januar tolle Sportprodukte von unserem Partner und dem Ausstatter der deutschen Handballnationalmannschaft Kempa. Also schnür' Dir die Schuhe, mach Dich vorher ordentlich warm (um Verletzungen vorzubeugen 😋) und ab geht die Kempa Challenge!

Kempa Handball

 
 

Jetzt kostenlos die YAS App laden

#changehabits

 

Autor: Matthias Jaworski, Sportwissenschaftler & Health Manager bei YAS.life
Quellen:
Verwaltungs-Berufsgenossenschaft. (2017). VBG-Sportreport. Von http://www.vbg.de/SharedDocs/Medien-Center/DE/Broschuere/Branchen/Sport/VBG-Sportreport%202017.pdf?__blob=publicationFile&v=8 abgerufen
Bilder: unsplash.com, pixabay.com, YAS

Sportverletzungen vermeiden: Prävention, Symptome und Behandlung6 min read
5 (100%) 2 vote[s]