Radfahren versus Laufen – YAS.life

Radfahren versus Laufen

Lesezeit: 4 Minuten

Radfahren vs. Laufen

Radfahren versus Laufen

Im Monat Mai konntest du erstmalig mit unserer Parallel-Challenge zwei Sportarten wählen – Radeln oder Joggen! Und vielleicht hast Du Dich dabei auch einmal gefragt, was eigentlich die Richtige der beiden Aktivitäten für Dich ist? Ganz grundsätzlich: Mit beiden Frischluft-Klassikern kannst Du Pluspunkte für Deine Gesundheit sowie Fitness sammeln UND wirst von YAS.life dafür belohnt!

Wohl jeder von uns besitzt eins: Ob nun rasantes Rennrad, vollgefedertes Mountainbike, Hollandrad oder hippes Fixie. Bist Du der genüssliche Hobbyfahrer mit seinen Freizeittouren, eher der Alltagsfahrer auf seinen Wegen zum Job und Bäcker oder der sportlich ambitionierte Radrenner? Ganz egal, das Fahrrad ist sowohl als Fortbewegungsmittel sowie als Sportgerät auch im Zeitalter der Digitalisierung  ausgesprochen angesagt.

Das Laufen steht  dem übrigens in Nichts nach. In Deutschland zählen sich etwa 20 Millionen Menschen zur Läuferschar, wenngleich keinesfalls alle hierbei regelmäßig joggen. Nicht selten verschwimmen auch die Zuordnungen, da beide Aktivitäten mitunter parallel praktiziert werden.
Beide Fanlager sind anscheinend riesig, aber was ist nun die bessere Sportart? YAS.life bringt Licht ins Dunkel und macht den „Rad-Lauf-Vergleich“ hinsichtlich der fünf wichtigsten Gesundheits- & Fitnessaspekte.

Faktor Gelenkbelastung

Beim Radfahren trägt Dein „Bock“ Dein Gewicht, wogegen Du beim Laufen das 2-3fache Deines Körpergewichtes bei jedem Schritt abfangen musst. Bei einem 5 km-Lauf nehmen Deine Knie-, Hüft-, Fußgelenke schnell mal in Summe 700 Tonnen Last auf sich. Klingt ja irre belastend, ist aber eigentlich kein Problem für Deine Gelenke bei Normalgewicht und gutem Laufstil. Du brauchst Dich also als Läufer nicht um zu hohe Gelenkbeanspruchungen sorgen. Der Punkt für die gelenkschonendere Belastung geht trotzdem  an die Radler. Nebenbei ist das Radfahren auch ein perfekter Schutz gegen Arthrose, denn Deine Gelenke werden sanft bewegt und dadurch mit Nährstoffen versorgt, was wiederum Deine Knorpel sehr erfreut. Denn Knorpelgewebe ist gefäßfrei. Einem Schwamm ähnlich, wird Dein Gelenkknorpel bei Druck – nur in Form von Bewegung – zusammengepresst. Auf diese Weise wird er beispielsweise durch jeden Schritt oder das Treten in die Pedale mit frischen Nährstoffen versorgt. Lässt der Druck nach, dehnt sich der Knorpel wieder aus, die Flüssigkeit fließt in den Gelenkspalt zurück und transportiert gleichzeitig Abbauprodukte fort.

Faktor Abnehmen

Hier hast Du als Läufer klar die Nase vorn. Bei kaum einem anderen Ausdauersport verbrennst Du so viel Energie. Das liegt vor allem daran, dass beim Laufen ein Großteil Deiner Muskeln in Action sind und Du zudem gegen die Schwerkraft ackern musst. Beim Radfahren strampeln lediglich Deine Beinmuskeln und Du darfst sitzen. Bei vergleichbarem Anstrengungsgefühl zum Laufen ist Dein Puls beim Radfahren niedriger, denn Dein Herz braucht weniger Sauerstoff zu den arbeitenden Muskeln zu transportieren. Deine Herzfrequenz ist ein guter Gradmesser, ob Du viel oder wenig Energie beim Sporteln verbrauchst. Wenn Du also gleich viel Energie beim Radfahren verbrennen willst wie beim Laufen, musst Du entsprechend länger im Sattel treten, d.h. 10 km Joggen wären etwa verhältnismäßig zu 40-50 km Radfahren. Andererseits kannst Du das Radfahren wunderbar in den Alltag integrieren und bist damit sozusagen > zeiteffektiv aktiv <.

Faktor Ausdauer

Beide Sportarten sind absolute Ausdauer-Klassiker und somit kannst Du durch Radfahren ebenso wie durch Laufen Deine Ausdauer pushen. Ausdauer bedeutet sinngemäß, wie lange Du eine Anstrengung trotz Ermüdung aushalten und wie schnell Du Dich von diesen Strapazen anschließend erholen kannst. Mit dem Ausdauertraining steigerst Du vor allem die Leistungsfähigkeit Deines Herzens, welches nun mehr Blut pro Herzschlag pumpen kann und somit in Ruhe ebenfalls entspannter agieren darf. Ein durch Ausdauertraining um 10 Schläge je Minute gesenkter Ruhepuls, bedeutet auf ’s Jahr gerechnet mehrere Millionen Schläge Ersparnis – YAS! So bleibt auch Dein Herz lange fit. Gleichzeitig versorgst Du Deinen Körper optimaler mit Sauerstoff. Die kleinen Kraftwerke in Deiner Muskulatur namens Mitochondrien vermehren sich ebenfalls durch Ausdauertraining und sind für Deinen Energiestoffwechsel förderlich. Wie stark Deine Körper auf Ausdauertraining mit einer Anpassung reagiert, ist insbesondere vom Umfang und der Intensität abhängig und weniger von der Frage: Radfahren oder Laufen? Da Du mit der jeweiligen Sportart eine Art spezifische Ausdauersteigerung bewirkst, macht es allerdings  Sinn zu laufen, wenn Du beispielsweise an einem Running-Event teilnehmen möchtest.

Faktor Kraft

Sowohl Laufen als auch Radfahren beanspruchen und kräftigen damit auch Deine Bein- und Po-Muckis. Wichtige Voraussetzung für eine effiziente und verletzungsfreie Lauftechnik ist  eine gute Rumpfmuskulatur. Der Läufer in Dir sagt: „Rumpf ist Trumpf“ – Also zusätzlich einige Stabilisierungsübungen regelmäßig in Deine aktive Woche einplanen. Für den Radsportler in Dir heißt es ebenfalls präventiv auf ein paar Extra-Übungen für Deinen Bauch- und Rücken zu setzen.

Faktor Verletzungen

Die gute Nachricht für Läufer: Das Verletzungsrisiko für Jogger ist grundsätzlich gering. Lediglich bei hohen Laufumfängen von über 60 km pro Woche und sehr intensiven Laufeinheiten kannst Du Deinen Körper  überfordern. Bei bereits bestehende Beschwerden oder Übergewicht tastest Du Dich nach grünem Licht vom Doc ganz vorsichtig heran oder startest mit dem sanfteren Walking bzw. trittst doch besser gleich in die Pedale. Als Biker musst Du Dich eigentlich noch weniger mit dem Thema Fehlbelastungen herumplagen. Sturzprophylaxe ist hier eher das Zauberwort, dass Du simpel durch vorsichtiges und vorausschauendes Radeln mit Helm für Dich erreichen kannst.

Fazit

Und der Sieger unseres kleinen Vergleichs heißt: Der „Läudler“, also Läufer und Radler. Beide Sportarten sind echte Gesundheitsförderer und Fitmacher: Vor allem Dein Herz-Kreislaufsystem und Deine Abwehrkräfte profitieren, Dein Fettstoffwechsel wird aktiver und die gesteigerte Durchblutung wirkt präventiv für Deine grauen Zellen. Punkten kannst Du natürlich auch mit beiden Aktivitäten für Deine Formkurve! Entscheidend ist einzig, welcher Bewegungstyp Du bist und woran Du so viel Spaß findest, um es regelmäßig zu tun. Nur dann greifen auch all die tollen Effekte. Im Übrigen ist vielseitige Bewegung die Allerbeste – Warum also nicht einen Easy Run heute Abend und für den Weg ins Büro befreist Du morgen früh mal Deinen Drahtesel wieder aus dem Keller 😉

Du interessierst Dich für die Themen Radfahren und Laufen und Dir brennen einige Fragen unter Den Nägeln? Kein Problem – unsere Experten helfen Dir gerne weiter.

 

Autor: Matthias Jaworski
YAS.life Experte für Sport & Gesundheit

Bildquelle: Shutterstock

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